Sun 1 Nov 2009
Vorhin entdeckt:
Tue 29 Sep 2009
Wie die Jungfrau zum Kind kommt, so wurde ich vergangenen Sonntag Wahlbeobachter der Bundestagswahl:
Einige Tage vor der Wahl beantragte ich – ganz bequem sogar online – Briefwahl, da ich mir nicht sicher war, ob ich am Wahltag in meiner Heimatstadt bin, um wählen zu können.
Am Wahltag war ich schließlich doch daheim und wanderte mit meinem wieder ausgepackten Wahlschein, der für die Briefwahl gedacht war, vor zum Wahllokal. Ich schickte die Unterlagen nämlich nicht ab, sondern hinterlegte sie zuvor fertig ausgefüllt und kuvertiert bei meinem Vater, damit er selbige mit ins Wahllokal nimmt, wenn ich nicht persönlich wählen kann. – Man muss ja weder der Post, noch den Leuten seine Stimme anvertrauen, die die Briefwahl bearbeiten – und außerdem dachte ich mir, dass die persönliche Wahl irgendwie für alle Beteiligten weniger Stress ist.
Die drei Wahlhelfer beäugten den (Brief-)Wahlschein kritisch, warfen sich einen kurzen Blick zu und kamen promt zum Schluss, dass ich damit nicht wählen darf. – Erst nach ein paar Minuten Diskussion, meinerseitigem Vorlesen des Vermerkes auf dem Wahlschein, dass die Stimmabgebe entweder persönlich, unter Vorlage des Wahlscheines und eines gültigen Lichtbildausweises in einem beliebigen Wahllokal meines Wahlkreises _oder_ eben per Briefwahl vorgenommen werden kann, durfte ich wählen. Die Wahlhelfer erkundigten sich sogar noch bei der Stadt, ob das denn nun seine Richtigkeit hat.
Wie ich darauf kam, weiß ich nicht mehr, jedenfalls fragte ich in einem anderen Wahllokal am Nachmittag, wo denn die Stimmen ausgezählt werden. – Eigentlich bin ich ja davon aus, dass diese Zentral ausgezählt werden, aber weit gefehlt:. In jedem Lokal vor Ort. Pünktlich um 18 Uhr stand ich also vor meinem Wahllokal und wurde mehr oder weniger herzlich empfangen. Durchaus verständlich.. wer lässt sich schon gern beim Arbeiten zuschauen – und dann auch noch von einem langhaarigen Bombenleger mit Vollbart.
Ursprünglich war mein Plan, das Ausleeren der Urne, sowie ein paar Minuten des Auszählens zu begutachten, bis ich mir eben sicher bin, dass das alles mit rechten Dingen zugeht. Nun.. soviel zum Plan. – Im Endeffekt half ich beim Sortieren, Auszählen und Rechnen mit, wie die ursprünglich damit beauftragten Personen. Hochinteressant.
Da standen wir, wir Leute aus dem Volk, kontrollierten gegenseitig unsere Zählergebnisse, suchten Fehler und waren schließlich 3 1/2 Stunden später fertig. Gemeinsam haben wir uns für die Demokratie eingesetzt und hatten zum Schluss ein Ergebnis, für das wir alle die Hand ins Feuer gelegt hätten.
Mir wurden vom Arbeiten mit den Stimmzetteln nicht nur die Fingerspitzen allmählich taub, sondern viel wichtiger: Mein Demokratiegefühl wurde wahnsinnig gestärkt. Unter anderem wurde mir – plastischer geht das vermutlich nicht – vor Augen geführt, dass die Wahl vom Volk durchgeführt wird. Der Staat leistet lediglich etwas Hilfe und stellt Lokalitäten, etc. Ich kann jedem empfehlen, sich mindestens einmal als Wahlbeobachter zu engagieren und sich selbst vom korrekten Ablauf der Wahl zu überzeugen.
Demokratie macht Spaß!
Wie war das noch gleich: “Ihr werdet euch noch wünschen, wir wären politikverdrossen!”
Fri 11 Sep 2009
Quelle: Heise Netze
Im Rahmen einer Werbeaktion hat eine südafrikanische Firma die Datenübertragungsgeschwindigkeit ihrer Internet-Verbindung mit der einer Brieftaube verglichen – die Brieftaube war schneller. Allerdings kam dabei nicht das im RFC 1149 standardisierte Verfahren zum Einsatz, sondern eine Art Jumbo-Frames: Die Rennveranstalter spielten 4 GByte auf einen USB-Stick, den sie der Taube mitgaben. Inklusive Auslesen dauerte die Übertragung über rund 63 Kilometer Luftlinie gut zwei Stunden. Das ergibt rechnerisch eine Bandbreite von rund 4 MBit/s.
Der Versuch zeigt vor allem, dass bei der Bewertung einer Internet-Verbindung nicht nur die Bandbreite wichtig ist, sondern auch die Latenz, die Paketverlustrate und die Verfügbarkeit.
Erstaunliche Erkenntnisse. Demzufolge war/ist diese Brieftaube dann eine UDP Brieftaube, ohne Rückmeldung ob das Paket wirklich angekommen ist
Fri 11 Sep 2009
Heute beenden wir unseren zwei-wöchigen IPv6 Workshop. Als Resultat haben wir mehrere IPv6-fähige Webserver, Mailserver, etc. Daneben haben wir unser eigenes IPv6 Testnetz errichtet in welchem wir mittles “radvd” ein /64 Netz announced haben, das aus einem /48 Netz von Hurricane Electric gebildet wurde. Dafür haben wir das /48 getunnelt und dann weiter verteilt. Am Ende hatten alle angeschlossenen Clients IPv6 Zugang mit ihrer eigenen öffentlichen IPv6 Adresse. Zusätzlich haben wir noch einen DNS Server aufgesetzt, um verschiedene Testszenarien durchzuspielen. Alles in allem ein wie ich finde gelunger Workshop der uns denke ich mal allen sehr viel gebracht hat im Hinblick auf das kommende IPv6.
Des Weiteren sind wir nun auch von Hurricane Electric IPv6 Zertifiziert:
Mon 31 Aug 2009
just a quick summary.
http://www.debian.org/releases/stable/i386/ch04s05.html.en#tftp-images
http://http.us.debian.org/debian/dists/lenny/main/installer-i386/current/images/netboot/
atftpd, dhcp3d, inetd
wintix-desktop:~# cat /etc/dhcp3/dhcpd.conf
option domain-name “ccc”;
option domain-name-servers 10.2.3.1;
option subnet-mask 255.255.255.0;
default-lease-time 600;
max-lease-time 7200;
server-name “heyholetsgo”;subnet 192.168.1.0 netmask 255.255.255.0 {
range 192.168.1.200 192.168.1.253;
option routers 192.168.1.1;
next-server 192.168.1.1;
filename “pxelinux.0″;
}
wintix-desktop:~# cat /etc/inetd.conf
tftp dgram udp4 wait nobody /usr/sbin/tcpd /usr/sbin/in.tftpd –tftpd-timeout 300 –retry-timeout 5 –mcast-port 1758 –mcast-addr 239.239.239.0-255 –mcast-ttl 1 –maxthread 100 –verbose=5 /tftpboot
wintix-desktop:/tftpboot# ls
debian-installer netboot.tar.gz pxelinux.0 pxelinux.cfg version.info
Wed 29 Jul 2009
It has been 2 weeks, 0 days, 14 hours, 19 minutes and 1 seconds since I quit.
I have saved € 66.64 by choosing not to smoke 306 cigarettes.
Tendenz steigend.
Thu 16 Jul 2009
Gerade einen tollen Generator für 6to4 Tunnel gefunden.
http://debian6to4.gielen.name/
Das sieht dann zum Beispiel so aus:
# IPv6 using a 6to4 tunnel to the internet (from 88.198.5.81)
# Generated at http://debian6to4.gielen.name/
auto tun6to4
iface tun6to4 inet6 v4tunnel
pre-up modprobe ipv6
address 2002:58c6:551::1
netmask 16
gateway ::192.88.99.1
endpoint any
local 88.198.5.81
Thu 9 Jul 2009
Mittlerweile haben wir insgesamt nun drei Ventilüfter, je zwei nur mit USB Anschluss sowie einen mit USB und FireWire. Und ab und an möchte man eben schnell ein bisschen mehr Power haben, hat jedoch vielleicht nur den USB Lüfter dabei, weil der Kombianschluss-Lüfter vom Kabel her doch etwas sperrig ist.
Genau für diesen Fall gibt es jetzt ab sofort den offiziellen “FireWire to USB & 3-Pin-Molex Adapter”. Der holt sich aus dem FireWire Port die 12 Volt Versorgungspannung und leitet diese per Lochrasterplatine an je zwei USB Anschlüsse sowie zwei 3-Pin Molex Stecker weiter. Es könnten also theoretisch 4 Lüfter am FireWire Port betrieben werden. Coole Sache so ein Adapter. Und dazu auch noch wunderbar dazu geeignet um USB Geräte zu “killen”
Wed 8 Jul 2009
Heute am fühen Abend war ja bei uns in der Region heftiges Gewitter. Dieses Gewitter hat es wohl auch irgendwie in meine DSL Leitung geschafft. Denn um Punkt 17:36:11 Uhr war meine DSL Synchronisierung weg. Das hatte ich aber erst gegen 21 Uhr bemerkt, da ich bis dahion noch unterwegs war. Also flux eine Störung bei meinem Provider (1&1) gemeldet. Nach ewigen hin und her an der Hotline, wurde mir mitgeteilt, dass ich zum Anschluss meiner FRITZ!Box nur das mitgelieferte Originalkabel verwenden dürfte und diese unter gar keinen Umständen verlängern dürfte. Nun hat meine Verkabelung (von der Hauseinführung bis zur FRITZ!Box ca. 25 Meter CAT5) bisher einwandfrei Funktioniert und die Box hat seit der Schaltung des 1&1 Anschlusses am 03.07.09 auch immer mit der vollen Bandbreite (6781 kbit/s) synchroniesiert.
Da mir die Dame an der Hotline aber aufgetragen hat, die FRITZ!Box an die erste TAE im Haus zu hängen (falls doch ein Techniker kommen muss, würde der bei der Verkabelung gleich wieder abrücken, mir das in Rechnung stellen und ins Protokoll schreiben: Problem liegt an Kundenverkabelung), habe ich das dann doch gemacht. Also Box im 3. Stock abgeklemmt und im Keller wieder angeklemmt.
Nur wollte die Box dort partout nicht hochfahren. Ich blickte nur auf rot pulsierende LED’s. Nach einigen Versuchen von Strom aus/Strom an hat sich die Box dann bestialisch stinkend mit Rauchzeichen von der Seite des DSL Ports ins Nirvana verabschiedet. Morgen werde ich mir eine neue schicken lassen und hoffen, dass wir zu Hause eine Versicherung gegen Gewitterschäden haben.
Tue 7 Jul 2009
In Anbetracht der Tatsache, dass der Ventilüfter über USB schon wunderbar und absolut wirkungsvoll funktioniert, kam mir dann doch die Idee, dass ein wenig mehr Spannung auch nicht schlecht wäre. Da dann praktischerweise mein Notebook auch noch einen 6-poligen FireWire port hat. Und aus eben diesem fallen – wie praktisch – 12 volt heraus (nach genauem Nachmessen aber nur 11,09 Volt
).
Also flux das ein FireWire Kabel zerlegt, dazu trotzdem noch ein USB Kabel und das ganze an den Lüfter angeschlossen. So kann ich wahlweise 5 Volt über USB oder eben 11,09 Volt über FireWire an den Lüfter schicken und mich über eine erfrischende Brise freuen.
Thu 2 Jul 2009
Aus Ermangelung einer angenehmen Arbeitstemperatur in der Berufsschule, kam der Wunsch nach einer angenehmen und einfach zu realisierenden Lösung auf. Denn bei realen 30 °C und gefühlten 35 °C bei nahezu gefühlten 80 % r.H. läuft einem der Schweiß selbst beim sitzen ohne jegliche Anstrengung runter.
So haben wir heute in der Werkstatt unseres Ausbildungsbetriebes einen so genannten Ventilüfter gebaut. Man nehme einen normalen 80mm Brushless Lüfter, ein USB-A auf USB-B Kabel, Seitenschneider, Lötzinn, Lötkolben, Kabelbinder sowie ein paar Schrumpfschläuche. Man schneide den USB-B Stecker ab und löte an die beiden Stromführenden Leitung den Lüfter an. Aus dem USB Port fallen (wenn keine Datenleitungen verbunden sind) 5V sowie 250 mA heraus. Für einen leisen und dennoch effektiven Lüfterbetrieb völlig ausreichend – der Lüfter hat standardmäßg 300 mA bei 12V. Und so sitzen wir nun in der Berufsschule bei einer leichten Briese durch den frisch geborenen Ventilüfter – SEHR ANGENEHM
Sun 21 Jun 2009
Unter dem Deckmantel des Kampfes gegen Kinderpornographie hat der Bundestag vergangenen Freitag Geschichte geschrieben:
Die ausgesprochen lern- und beratungsressistente CDU und SPD nebst ein paar fehlgeleiteten Oppositionellen haben die Gewaltenteilung zwischen Judikative, Exekutive und Legislative mittels Gesetzesbeschluss de facto aufgehoben. Genau die Gewaltenteilung, die in Artikel 20 des Grundgesetzes festgeschrieben ist.
Mit 389 zu 128 Stimmen bei 18 Enthaltungen wurde mein Vertrauen in unseren Staat und seine Organe schlimmer mit Füßen getreten, als ich es je für möglich gehalten hätte.
Auf Metronaut gibt es einen sehr lesenswerten Text zum Thema.
Da wurde professionelle Lobbyarbeit gemacht, Mahnwachen organisiert, Pressemeldungen platziert, Umfragen in Auftrag gegeben, demonstriert. Da wurden Facebook-Gruppen gegründet, zehntausende von Blogeinträgen geschrieben, getwittert ohne Ende. Wir haben in den vergangenen zweieinhalb Jahren die größten Grundrechtsdemonstrationen seit der Volkszählung auf die Beine gestellt, wir haben mit FDPlern demonstriert und mit Anarchistinnen. Wir haben die erfolgreichste elektronische Petition aller Zeiten hinbekommen. Wir haben “das Internet” in Deutschland politisiert. Wir haben mit Arbeitskollegen diskutiert. Wir haben gehofft, dass Vernunft siegen wird. Wir haben uns stark gefühlt, weil wir die Meinung in Deutschland beeinflussen können. Wir haben partizipiert, uns demokratisch engagiert, mit desinteressierten Bundestagsabgeordneten telefoniert. Wir haben coole Sprüche auf Transparente gemalt und sind früh aufgestanden zum protestieren. Wir haben uns als Pädophile beschimpfen lassen müssen, obwohl wir nur gegen die organisierte Verfassungsfeindlichkeit der Bundesregierung das Wort erheben.
Wir haben viele neue Leute kennengelernt, wir haben Solidarität gespürt. Wir haben einer Ministerin einen Namen verpasst, den sie nie mehr loswerden wird. Wir haben uns gefreut, dass wir so viele sind. Wir haben Freiheit erklärt und unseren Eltern das Internet. Wir haben Flyer designt und Plakate geklebt. Wir haben mit Nerds diskutiert, Reden gehalten und böse Kommentare geschrieben. Wir haben uns konstruktiv eingebracht, Ideen entwickelt und uns mit Unbekannten zusammengetan. Wir haben uns verbündet und die Grundrechte geschützt. Wir haben den warmen Sommerwind der Freiheit gespürt. Wir haben der Regierung das Fürchten gelehrt und gezeigt, welche Kräfte das Netz entwickeln kann. Wir haben gekämpft wie die Löwen.
Sun 24 May 2009
Meine Testinstallation hat inzwischen ausgedient und die richtige Version ist live.
Da ich zum Befüllen von Dialog die originalen Fotos gebraucht habe, und sich diese auf meinem Fileserver in Bayern befinden, dauerte das leider ein wenig. – Und nein, man will keine grob 200GB mit einer 2Mbit DSL Leitung hochladen bzw über selbige anschauen, denn sortiert musste auch noch werden.
Außerdem hätte mich mein Vater vermutlich gefressen, wenn der Server im Keller ohne einen, für ihn ersichtlichen Grund, durchgelaufen wäre.
Jetzt muss ich nur noch Doku zu Dialog schreiben.
Mon 18 May 2009
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Thu 14 May 2009
Klingt ja erstmal richtig spektakulär. – Ist es auch. Im Anschluss gibts ein paar Kostproben.